| © 2012 Die Deutschen Philharmoniker - IMPRESSUM |


| Mitglieder führender Sinfonieorchester, u. a.
der Berliner Philharmoniker, der Staatskapelle
Berlin, des Leipziger Gewandhausorchesters,
der Academy of St. Martin in the Fields
London, der Wiener Philharmoniker, der
Staatskapelle Dresden, des Deutschen
Sinfonie-Orchesters Berlin, des Tonhalleorchesters
Zürich, des Sinfonie-Orchesters
des Bayerischen Rundfunks, des HRSinfonieorchesters
sowie mehrere Musikprofessoren
haben im Jahr 2005 die
Deutschen Philharmoniker als gemeinnützigen
eingetragenen Verein mit Sitz in Berlin
gegründet. Das Orchester tritt regelmäßig in
Deutschland auf, Konzerttourneen nach Japan
im Herbst kommenden Jahres (als offizieller
Beitrag Deutschlands zu dem Jubiläum „150
Jahre Freundschaft zwischen Japan und
Deutschland“ mit Konzerten in Tokyo, Osaka,
Hiroshima und Nagoya) sowie in die USA sind
in Planung.
Konzertmeister sind alternierend Harvey de Souza, der in gleicher Position bei der Academy of St. Martin in the Fields in London wirkt, und Prof. Roland Straumer, Konzertmeister der Staatskapelle Dresden. Künstlerischer Leiter ist der Dirigent und Musikwissenschaftler Dr. Paulus Christmann. Hintergrund dieser Orchestergründung ist der Wunsch der international besetzten Musikerformation, in sinfonischer Besetzung dem charakteristischen Orchesterklang der unterschiedlichen Nationalstile nachzuspüren und deren spezifische Klangcharakteristika neu erlebbar zu machen. Klangindividualität als künstlerisches Konzept Das Niveau vieler Orchester ist in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten international deutlich gestiegen. Parallel hierzu ist ein Verlust an Klangindividualität vieler Ensembles festzustellen, gerade was die spezifischen Klangtraditionen und die individuellen Nationalstile für die Musikliteratur des 19. Jahrhunderts angeht. Dies hat viele Gründe, u. a. die heute kürzere Verweildauer von Musikern und Dirigenten bei einem Orchester und die globalisierte Musikerausbildung, die eine Klangindividualisierung auf einzelne Nationalstile erschwert und oftmals auch nicht anstrebt. Gerade der vergleichsweise dunkel timbrierte und dabei doch schlanke Orchesterklang als Charakteristikum z. B. der Klangtraditionen der deutschen Romantik, der den besonderen Reiz zahlreicher Kompositionen vom Frühwerk Beethovens bis hin zu den Werken von Johannes Brahms und Richard Wagner ausmachen kann, ist ebenso wie die Differenzierung der Sitzordnungen (z. B. für den französischen Spaltklang), die verschiedenen Intonationsmodelle und die historisch sich stark unterscheidenden Orchesterspielweisen der verschiedenen Nationalstile in den vergangenen Jahrzehnten etwas in den Hintergrund getreten. Die Konzeption unseres Orchesters basiert darauf, diese spezifischen Klangcharakteristika in das Zentrum der Orchesterarbeit zu rücken, sie musikwissenschaftlich zu hinterfragen, neu zu beleben und für das Publikum hörbar zu machen. Als international besetztes Ensemble wollen wir ferner aufzeigen, dass der internationale Austausch eine wertvolle künstlerische Befruchtung darstellt und gerade nicht zu einem globalisierten Einheitsklang in der Orchesterlandschaft führen muss. Dafür treffen sich unsere Musiker über ihren regulären Orchesterdienst hinaus zu intensiven, projektbezogenen Proben- und Konzertphasen. |